Hoher KontrastNormale SchriftgrößeGrößere SchriftSehr große Schrift
Besuchen Sie das HBBK bei Facebook

Praktikumsbeispiele

Bei allen Bildungsgängen ist ein fachbezogenes mehrwöchiges Praktikum integriert. Damit erhältst du nicht nur einen direkten Einblick in die Arbeitswelt, sondern diese Praktika sind oftmals ein Sprungbrett für einen Ausbildungsplatz.

Beispiel: Anke Fahrländer, M-BFS
Anke hat ihr 4wöchiges Praktikum mit 3 weiteren Mitschülern aus der Klasse im Rahmen eines EU-Austauschprogramms in Krakow, Polen, verbracht. Sie war mit einer Mit-schülerin in einem Werbe- und Fotostudio. Folgenden Text schickte sie nach ca. 5 Tagen:
Uns geht es gut, es sind angenehme 4-5 Grad hier, die Innenstadt sieht abends echt schön aus, wie Jill und ich bei einem schicken Abendspaziergang festgestellt haben. Krakau hat aber ein Taubenproblem und zwar ein großes, aber morgens beim Rauchen sind sie eine nette Gesellschaft. Am Mittwoch war das Praktikum fast ein Traum, außer am Vormittag. Wir haben Postkarten in Photoshop machen dürfen und zwar mit Fotos, die wir halt am Vormittag in totaler Kälte und mit bestimmten Einstellungen machen mussten. Die wurden uns sogar ausgedruckt wie richtige Fotos. Gestern sollten wir nur Fotos in der Stadt machen. Dafür haben eine super Kamera mitbekommen und wir sind in die Galleria Krakowa gegangen und haben den Tag mit Windowshopping und Fotos von Krakau machend verbracht. Heute begann der Tag spannend, wir konnten bei einem Fotoshooting zuschauen, aber gegen Nachmittag wurde es ein wenig langweilig. Nächste Woche wollen wir mit Grafiken usw. anfangen. Ich hoffe, dafür bekommen wir dann jeder einen PC zugewiesen. Ich kenn immer noch nicht alle Namen der Mitarbeiter (polnische Namen sind halt schwer), aber immerhin schon 4. Die sind aber zum Teil auch alle ziemlich beschäftigt und vielleicht liegt es daran. Hoffen wir einfach, es wird nur besser.
Morgen fahren wir mit den anderen Schülern aus dem HBBK und ein paar Spaniern zu einer Salzmiene, das wird bestimmt Interessant. Habe schon fleißig Fotos für Frau Müllers Aufgabe gemacht und werde da morgen sicher auch noch ein paar machen. Ach ja, ich wollte Sie noch fragen, wie lang ein normaler Tagesbericht sein sollte oder ob das egal ist.
So, nun werd ich mich mal verabschieden. Ich melde mich dann Sonntag oder Montag wieder. Wenn sie irgendwas wissen wollen, fragen sie ruhig.
PS: Bei Auslandspraktika sind die Schüler per eMail mit den betreuenden Lehrern in regelmäßigem Kontakt.

Beispiel: Marlou Böckenförde, M-FD 12a
Marlou hat ihr Praktikum im Fotoatelier „blende 79“ in Dorsten gemacht. Im Folgenden sind Auszüge aus ihrem Abschlussbericht zu lesen:

Ich habe schon immer gerne im Urlaub oder auch zu Hause die Kamera in die Hand genommen, um ein paar schöne Bilder zu knipsen. Doch wie das richtig und vor allem professionell geht, wusste ich natürlich nicht. Deshalb habe ich mich entschieden, mein Praktikum in einem Fotoatelier, der „blende 79“ in Dorsten, zu machen. Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Ich habe sehr viel über die Fotografie und das Fotografieren erfahren. Die beiden Inhaberinnen des Studios haben versucht, mir so viel wie möglich in der relativ kurzen Zeit beizubringen und mich dabei sehr viel selber ausprobieren lassen. Ich durfte bei vielen Fotoshootings assistieren und Kunden betreuen. Außerdem wurde ich mit dem Programm Photoshop vertraut gemacht. Ich durfte die Fotos von Kunden bearbeiten, was mir zeigte, dass sie sehr viel Vertrauen in mich setzten.
Ich habe sehr viel Neues kennen gelernt, die kleinsten Kleinigkeiten wurden mir erzählt und erklärt. Meine Fragen wurden stets ausführlich beantwortet und selbst, wenn ich was nicht verstand, wurde es mir erneut und verständlicher erklärt. Beide Chefinnen haben sich sehr viel Mühe gegeben, mir das Fotografieren näher zu bringen. Sie haben sich nicht nur viel Zeit genommen, sondern auch mit Anschauungsmaterial versucht, Tricks und auch die Technik zu erklären, wie beispielsweise das Innere einer Kamera. Dabei haben sie eine alte Kamera auseinander genommen, um uns Praktikanten die innere Mechanik zu zeigen.
Meine Vorstellung vom Berufsleben als Fotografin hat sich in mancher Beziehung geändert. Es ist ein Beruf, wo man sich selber viel beibringen muss und dementsprechend viel lernt und nie fertig ist. Meine beiden Chefinnen sagen: „Diesen Beruf muss man lieben, um darin gut und erfolgreich zu sein und vor allem muss man auch viel Spaß daran haben, aber auch Geduld.“ Genau das habe ich nachher auch gedacht. Wenn man das Fotografieren nicht mag und nicht liebt, hat man keine Geduld dafür. Wenn man Aufgaben oder Aufträge bekommt, wie z.B. das Fotografieren einer Blüte, probiert ein Fotograf stundenlang aus bis er das perfekte Foto hat, bis er es so „im Kasten hat“, wie er es sich vorstellt.
Das Fotografieren beschäftigt mich jetzt ganz neu und anders. Das Faszinierende ist, dass man einen Moment, eine winzige Sekunde so festhalten kann, dass man beim Betrachten des Fotos, diese Sekunde immer und immer wieder erleben kann. Die Kunst beim Fotografieren ist, diese Sekunde so echt und gut wie möglich festzuhalten und wiederzugeben, so dicht wie man diesen Moment gespürt und erlebt hat.
Dieses Praktikum hat etwas in mir geweckt, was ich wirklich gerne mache und mich interessiert. Ich denke, dieses Praktikum wird mich bei meiner Berufswahl beeinflussen, denn es hat mir nicht nur viel Spaß gemacht, sondern mich auch etwas entdecken lassen, was mir liegt. Die Fotografie.


Beispiel: Christina Nowak, M-FD 11 b
Christina hat ihr Praktikum beim WDR in Essen absolviert. Sie war dort in der Lokalredaktion tätig. Im Folgenden zwei ihrer Tagesberichte von Dreharbeiten:

5.Tag 13.03.09. Freitag
Auf den heutigen Tag freute ich mich schon die ganze Woche. Der WDR machte anlässlich der “Equitana” (eine Pferdemesse die alle zwei Jahre in der Gruga-Halle stattfindet) eine Live- Schaltung, bei der ich dabei sein durfte. Um 16.30 Uhr musste ich im Studio Essen sein. Von da aus nahm mich der Reporter Stefan Göke mit zu dem Drehort. Es ging zum Reitsportverein Essen.e.V auf der Wittenbergstraße 107. Als wir dort ankamen begrüßte uns die Redakteurin Astrid Albert. Ein riesiger LKW und 3 kleinere WDR Autos standen auf dem Gelände. Ca. 20 Mitarbeiter beschäftigte diese Live-Schaltung. Überall wimmelte es von Technikern, Kameramännern, Kabelträgern, Redakteuren, Gästen und etc. Die Kameras und Scheinwerfer waren bereits aufgebaut als ich ankam. Zunächst setzte ich mich mit Herrn Göke in den großen LKW und beobachtete, wie dieser sich seine Sätze für die gezeigten Zwischenfilme zurechtlegte. Bis ca. 17.00 Uhr erklärte mir dann jemand die Technik des fahrbaren Studios. Es sah dort so aus wie in einem kleinen Raumschiff und war tierisch warm. Um 18.00 wurde schon einmal eine Probe von der Voltigiergruppe aufgenommen, die geschnitten und mit Musik unterlegt und schließlich während der Live-Schaltung zwischenzeitlich eingeblendet wurde. Das heißt, während der Reporter Göke und eine Frau vor der Kamera standen, hörte man diese zwar reden, aber sah die Reiter bei ihrer Vorstellung. Die übrigen 1 1/2 Stunden verbrachte ich damit bei den Vorbereitungen zuzuschauen und Fragen zu stellen. Um 19.30 Uhr war es dann so weit. Die erste Live-Schaltung begann kurz nach Sendebeginn. Die zweite Schalte dann ein paar Minuten später. Nach der Sendung wurde ich dann freundlicherweise zum Bahnhof gebracht. Ich war schließlich um 21.30 zu Hause. Insgesamt war es eine schöne Erfahrung, bei der man viel gelernt und die wirklich Spaß gemacht hat.

14.Tag 26.03.09 Donnerstag
Endlich durfte ich mal wieder mit zum Dreh. Morgens um 08.00 Uhr war ich am Studio. Der Kameramann war schon dabei die Ausrüstung in den Wagen zu laden, ich half ihm natürlich sofort. Schließlich erschienen auch der Autor und der Assistent, so dass wir gegen 8.30 Uhr losfahren konnten. Es ging nach Düsseldorf in ein Wasserlabor. Als wir dort ankamen, bat uns ein Mitarbeiter in einen Konferenzraum, wo wir mit Kaffe begrüßt wurden. Ungefähr eine halbe Stunde besprachen wir den Ablauf des Tages und machten uns dann schließlich mit der Ausrüstung auf den Weg in die Labors. Es gab viele schöne Situationen zu filmen. Als wir alle Bilder im Kasten hatten, aßen wir erstmal etwas in der Kantine. Schließlich waren wir schon einige Zeit unterwegs. Um 13.00 Uhr fuhren wir dann zusammen mit Frau Böker und Herrn Busch, zwei Mitarbeitern des Wasserlabors, nach Hattingen, um eine Wasserprobe aus dem Rhein zu entnehmen. Da wir in einen Stau gerieten, kamen wir erst gegen 14.00 Uhr in Hattingen an. Das Filmen dauerte 45 Min, danach verabschiedeten wir uns und fuhren zurück zum Studio. Ein sehr interessanter und durchaus anstren-gender Tag lag nun hinter uns, doch er hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht.

Praktikum in Krakau

Impressionen eines Praktikums in Krakau, Polen

Blume

Impressionen eines Praktikums: "Eine Sekunde festhalten"

Praktikumsbild

Impressionen eines Praktikums: Beim WDR in Essen