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Unterrichtsfächer

Die nachfolgenden Vorstellungen der Unterrichtsfächer dienen als Überblick - je nach Bildungsgang variieren die Inhalte!

Das Fach „Audiovisuelle Medien (AVM)“
Frühzeitig haben wir uns entschieden, Filmbildung nicht als Querschnittaufgabe zu sehen, also mal in Deutsch, mal in Kunst, mal in Politik usw. zu unterrichten, sondern als Fach. Dabei ist es uns wichtig, Film und Fernsehen mit einzubeziehen. Wesentlicher Bestandteil des Unterrichts ist die Arbeit mit der Kamera. Theoretisch erworbene Grundlagen können so praktisch erprobt und verbessert werden. Unser Fernsehstudio und unsere Avidschnittplätze bieten für diese Arbeit beste Voraussetzungen
Fester Bestandteil des Unterrichts sind verschiedene Projekte wie z. B. die Aufzeichnung externer Veranstaltungen wie „Jugend debattiert“, eine Chemieshow, Fachtagungen, Zeugnisverleihungen oder Theateraufführungen usw. Wir versuchen, dass jede AVM-Klasse zumindest einmal die Möglichkeit einer solchen Aufzeichnung erhält. Filmproduktionen für nichtkommerzielle Einrichtungen sind eine weitere Möglichkeit, reale Berufssituationen herzustellen. Zudem nehmen unsere Schüler regelmäßig an Wettbewerben teil wie „Begegnung mit Osteuropa“, „internationales Kinder- und Jugendfilmfest NRW“, „CHANCE EUROPA 2020 - Jugend und Politik im Dialog“ – um nur einige zu nennen. Gleichzeitig sind unsere Schüler auch als Juroren tätig, z. B. in der Marler Gruppe, die den Publikumspreis im Rahmen der Grimme-Preisverleihung vergibt.
Das neuste Projekt ist das Betreiben eines Schulkinos. Unter Federführung der Klasse 11 des Abiturbildungsgangs im Fachbereich Wirtschaft und Medien werden regelmäßig Schulvorführungen organisiert. Die Schüler übernehmen im Rahmen des Unterrichts die gesamte Abwicklung von der Programmgestaltung bis zur Buchhaltung. Und natürlich gehören auch Filmeinführungen dazu.

Seit zwei Jahren unterrichten wir auch Radio als Unterrichtsfach. Hier geht es im Wesentlichen um journalistische Fragestellungen, aber natürlich steht hier auch die Praxis im Vordergrund. Im Pausenradio können die Beiträge gehört werden.

Das Fach AVM wird unterrichtet in: einjährige Berufsfachschule Medien- und Kommunikationstechnik, zweijährige Berufsfachschule Drucktechnik, Allgemeine Hochschulreife Kunst und Englisch, staatlich geprüfter Informatiker.

Das Fach "Fotografie"
Ein Foto ist nicht nur eine beliebige Abbildung eines Objektes oder einer Person, denn ein Foto wird niemals ohne Grund gemacht. Es soll etwas herüberbringen, eine Stimmung, eine Emotion, eine inhaltliche Aussage. Und das geht nur, wenn du als Fotograf etwas von dir in das Foto gibst. „Die Kamera“, sagte einmal Wim Wenders, „ist ein Auge, welches von vorne und nach hinten gleichzeitig schauen kann. Nach vorne schießt sie ein Bild, nach hinten zeichnet sie einen Schattenriß auf aus der Seele des Fotografen.“ Und um das hinzubekommen, brauchst du einen guten Blick, aber natürlich auch das entsprechende Handwerkszeug. Wie ist ein Bild aufgebaut? Welche Perspektive oder welche Einstellungsgröße wähle ich? Wie bekomme ich bei einem Portrait ein scharfes Gesicht und gleichzeitig einen unscharfen Hintergrund? Diese und viele andere fotografische Fragen werden im Unterricht erörtert, sowohl theoretisch, aber natürlich vor allem praktisch. Du lernst Fotografen kennen und Stilrichtungen und bekommst Tipps und Tricks für das ultimative Foto. Projekte, oft fächerübergreifend, und Ausstellungen sind oftmals Bestandteil des Unterrichts. Unterrichtet wird das Fach in den Bildungsgängen:
„Einjährige Berufsfachschule Medien- und Kommunikationstechnik“ und „staatlich geprüfter Informatiker“.

Das Fach "Kunst" im beruflichen Gymnasium
Kunst kommt nicht von Können. Kunst ist Fantasie, Empfinden, Ausdruck; Kunst ist Leidenschaft, Emotion, Provokation; Kunst ist Farbe, Rausch, Intuition und – Kunst ist Arbeit.
Von all dem wollen wir die Schüler in unserem Kunst Leistungskurs überzeugen, wir wollen mit ihnen die Geschichte, die Wege und Umwege der Kunst erforschen, wir wollen die Schüler dazu ermutigen, ihre Kunst zu suchen und zu finden. Dazu haben wir 3 Jahre Zeit mit jeweils 5 Stunden in der Woche.
Die Schüler zeichnen, um genaue Wahrnehmung zu schulen und Grundlagen der Zeichentechnik zu erlernen, die später immer wieder eingesetzt werden. Skulpturen und Plastiken werden betrachtet und miteinander in Beziehung gesetzt und dazu bietet sich natürlich ein Besuch im Marler Skulpturenmuseum an. An Landschaftsmalerei und Stillleben versuchen sich die Schüler ebenso wie an Collagen und Plakatgestaltung. Wichtig für die Entwicklung eigenen Maltechnik sind aber nicht nur die praktischen Übungen, sondern auch die Auseinandersetzung mit Stilrichtungen und deren Vertretern. Diese Auseinandersetzung zieht sich durch die drei Jahre und baut natürlich aufeinander auf: Von der Renaissance über den Klassizismus, die Romantik sowie dem Expressionismus zur zeitgenössischen Kunst. Museumsbesuche und Treffen mit Künstlern helfen, die Fragen an die Kunst zu konkretisieren und Motive sowie Beweggründe von Künstlern besser zu verstehen. Wenn es die Zeit erlaubt wird auch noch ein Blick auf Film und Fotografie geworfen. Hier wird versucht die Fächern „Audiovisuelle Medien“ und „Gestaltungstechnik“ mit einzubeziehen, um sich fächerübergreifend einigen Aspekten der Medienkunst zu nähern.

Das Fach "Politik/Gesellschaftslehre"
Den Begriff „Politik“ kennen die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Klasse 11 – aber was bedeutet „Politik“? Nach der Begriffsklärung beschäftigen wir uns mit der
„Sicherung und Weiterentwicklung der Demokratie“ sowie dem Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland. Je nach Bildungsgang gründen wir dazu eine fiktive Partei mit allem drum und dran. Ergänzend nehmen wir Einblick in das Grundgesetz, indem wir alltägliche Situationen exemplarisch juristisch aufarbeiten.
Die Reihe „Sicherung des Friedens und Verfahren der Konfliktlösung“ führt inhaltlich nicht nur zu aktuellen Konfliktherden auf der Weltkarte, sondern auch zu Konflikten im Kleinen wie beispielsweise in zwischenmenschlichen Beziehungen. Hier wird auch das Debattieren eingeübt - und die besten Debattanten vertreten das HBBK beim Wettbewerb "Jugend debattiert".
Das Thema „Identität und Lebensgestaltung im Wandel der modernen Gesellschaft“ verdeutlicht die eigene Rolle in unserer Gesellschaft sowie die Anforderungen, denen jeder von uns täglich ausgesetzt ist: Bei all den Rollen, die ich für mein Umfeld jeden Tag "spiele"... wer bin ich eigentlich wirklich - also wenn ich keine Rolle spiele?
Die Inhalte „Chancen und Risiken neuer Technologien“ durchleuchten unsere Mediennutzung. Beispielsweise gehen wir der Frage nach, welche Informationen wir im Internet über uns selbst verbreiten... Als weiteres Thema beschäftigen wir uns mit „Wirtschaft und Arbeit“, wobei wir uns u.a. mit Qualifikationen beschäftigen, die Arbeitgeber von Schülerinnen und Schüler erwarten – hier können Sie Ihre Erfahrungen aus Ihrem Praktikum einbringen.
In der Reihe „Chancen und Probleme der Internationalisierung und Globalisierung“ beleuchten wir die politischen und wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung, klären Zusammenhänge und entwickeln eigene Ansätze für "funktionierende" Entwicklungspolitik.
Möglichkeiten zum Schutz der menschlichen Lebensgrundlagen stehen im Mittelpunkt von „ökologische Herausforderungen für Politik und Wirtschaft“.
Das Thema „soziale Gerechtigkeit - zwischen individueller Freiheit und strukturellen Ungleichheiten“ führt uns zu der aktuellen, sozialen Situation in Deutschland. So gehen wir u.a. der Frage nach, welche sozialen "Schutzschirme" es bei uns gibt, wann sie in welcher Höhe greifen - und woher diese Hilfen eigentlich kommen - also wer das alles bezahlt.
Ein beispielhaftes Projekt aus dem Politikunterricht am HBBK: Ein von Schülern entwickeltes Selbstlernmodul "Staatsaufbau".

Das Fach Wirtschaftslehre (WL)
Die „Grundlagen der Wirtschaftslehre“ umfassen wichtige Basics für unsere weitere Arbeit - beispielsweise den Wirtschaftskreislauf oder Angebot und Nachfrage lernen wir im Detail kennen.
Die Reihe „rechtliche Grundlagen“ beginnt mit fundierten juristischen Grundkenntnissen und endet im täglichen Umgang mit Kaufverträgen. Welche Möglichkeiten haben Sie beispielsweise, wenn Ihr 3 Wochen alter MP3-Player defekt ist? Wie lange haben Sie Zeit für eine Reklamation? Was ist mit dem teuren Horoskop-Abo, dass Sie gar nicht abschließen wollten - auf der Webseite stand auch "gratis"?
Im Kapitel „Zahlungsverkehr“, bearbeiten wir die Geschichte und Funktionen des Geldes ebenso, wie beispielsweise das Ausfüllen einer Überweisung oder eines Schecks. Haben Sie sich beispielsweise schon einmal gefragt, warum Ihnen jemand für einen bedruckten Papierfetzen (50 EUR-Schein) Gegenstände Wert von 50 EUR gibt? Auch das Thema Steuern werden wir anschneiden.
Die Gründung einer eigenen Unternehmung wird „durchgespielt“ – mit allem, was dazu gehört: Von Ihrer eigenen Geschäftsidee über den Businessplan hin zu Fragen wie: Was ist eine GmbH? Was muss man wo anmelden? Behandeln wir die Unternehmensgründung.
Die Reihe „Aktien und Börse“ führt uns aufs „Parkett“: Nach der Erarbeitung der Grundlagen werden wir überlegen, wie und warum mit Aktien Geld verdient werden kann – und wie man sein Geld auch schnell „verzocken“ kann... Am „Börsenspiel Börse“ werden wir teilnehmen, sodass Sie eigene Erfahrungen mit dem Aktienhandel sammeln können.
„Kann ich einfach so gekündigt werden?“ oder „In meinem Arbeitszeugnis steht ich habe Verständnis für die mir übertragenen Aufgaben gezeigt und ich habe zur Belustigung des Betriebsklimas beigetragen… - ist das ein gutes Zeugnis?“ sind beispielhafte Fragestellungen aus dem Themenkreis „Personalwesen“.
Innerhalb der Reihe „Absatzwirtschaft“ erstellen wir unter anderem Ansätze für die Gewinnung von Kunden und Vermarktung von Produkten/Dienstleistungen.
Als weiteres Thema werden wir uns mit der „Kostenrechnung“ beschäftigen: Welchen Preis müssen Sie beispielsweise für eine programmierte Webseite oder ein Fotoshooting fordern, damit Sie mit Gewinn arbeiten?

Das Medienstudio

Das HBBK-Medienstudio

Fotografie

Ausstellungseröffnung "Kulturwechsel"

Beispielhafte Schülerarbeit aus dem Kunstunterricht (N. Osemann)

Politik Unterrichtsbeispiel

Von Schülern im Politik/GL-Unterricht erstelltes Tafelbild

Wirtschaftslehre Unterrichtsbeispiel

Wirtschaftslehre am HBBK: Auszug eines Werbeplakates als Bestandteil eines Marketingkonzeptes